Startseite
Durchgewunken

Fracking-Gesetz endgültig verabschiedet (Upd.)

Die Einbringung des Gesetzentwurfs zum umstrittenen Erdgas-Fracking in den Bundestag wurde doch noch vor Pfingsten verabschiedet. Hauptknackpunkt war bis zum Schluss der Schutz des Bodensees. Angeblich wurde mit dem neuen Gesetzentwurf die derzeit geltende Rechtslage um ein Vielfaches verschärft.

Fracking© VKU/regentaucher.com

Berlin (AFP/red) - Die schwarz-gelbe Koalition hat sich auf einen Gesetzentwurf zur umstrittenen Förderung von Erdgas aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten geeinigt. "Wir haben dabei das höchste Maß an Sicherheit für die Bürger, die Umwelt und insbesondere die Trinkwasserversorgung unseres Landes vereinbart", erklärte die umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Marie-Luise Dött, am Freitag. Dabei seien auch "die Bedenken der bislang kritischen Abgeordneten" ausgeräumt worden.

Hauptproblem Bodensee

Problematisch waren zuletzt Regelungen zum Schutz des Bodensees, der Trinkwasserlieferant für rund fünf Millionen Menschen ist. Laut "Ruhr Nachrichten" einigten sich Union und FDP nun darauf, Fracking im Einzugsgebiet von Trinkwasserseen zu verbieten. Weiterhin erlaubt hingegen sei es in der Nähe von Talsperren. Dött erklärte lediglich, die Koalition verschärfe mit dem Gesetzentwurf "die gegenwärtige Rechtslage um ein Vielfaches".

Warum Fracking so umstritten ist

Durch das sogenannte Fracking wird Schiefergas aus Schiefergestein tief unter der Erde gelöst. Die Technologie ist unter anderem deshalb umstritten, weil dabei Chemikalien eingesetzt werden, die auch das Trinkwasser verunreinigen könnten. Andere Kritiker sagen, Fracking sei zumindest in der EU und bei den derzeitigen Gaspreisen überhaupt nicht wirtschaftlich zu betreiben.

Quelle: AFP