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Iran-Sanktionen

Gasfeld in der Nordsee steht möglicherweise vor Schließung

Die geplanten Sanktionen gegen den Iran, die die Europäische Union beschlossen hat, führen möglicherweise dazu, dass ein Gasfeld in der Nordsee geschlossen wird. Das Gasfeld gehört BP und der britischen Tochter eines iranischen Unternehmens.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Brüssel (afp/red) - Die britischen Behörden hätten die EU-Kommission informiert, dass das Feld vor Schottland unter den Sanktionen wahrscheinlich geschlossen werden müsse, sagte ein Kommissionssprecher am Dienstag in Brüssel. Das Feld wird von dem britischen Energie-Riesen BP ausgebeutet, die Hälfte gehört jedoch der britischen Tochter eines iranischen Unternehmens. Die Verträge datieren noch aus der Zeit vor der islamischen Revolution im Iran 1979.

Am Montag hatten die EU-Außenminister in Luxemburg einen erweiterten Strafkatalog gegen den Iran besiegelt, in dessen Mittelpunkt die Öl- und Gasindustrie steht. Anlass war der anhaltende Konflikt um das iranische Atomprogramm. Unter anderem dürfen europäische Firmen dem Iran keine Schlüsseltechnologien zur Verfügung stellen, umgekehrt darf der Iran nicht mehr in europäische Unternehmen des Atomsektors investieren. Auch Handel und Güterverkehr werden eingeschränkt