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Zunächst gerettet

Gaskraftwerk in Irsching wird nicht stillgelegt

Bei einer Stilllegung des Gaskraftwerks Irsching 5 wären laut Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) Stromausfälle in Bayern zu befürchten. "Würde die Anlage tatsächlich vom Netz gehen, bekämen wir im Winter einen Blackout nach Ansage", sagte Zeil kürzlich in München. Die Stilllegung ist nun aber offenbar vom Tisch.

Gaskraftwerk© Ralf Urner / Fotolia.com

München (dapd/red) - Zeil forderte die Kraftwerksbetreiber auf, Lösungen für einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb der Anlage zu suchen. Sie müssten ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Stromversorgung am Industriestandort Bayern nachkommen. Unterdessen teilte der Minister mit, dass das Kraftwerk vorerst m Netz bleibe.

Gaskraftwerk müsse vorübergehend vom Netz

Zuvor hatte das ARD-Hauptstadtstudio berichtet, die Anlage solle für zwei bis drei Jahre stillgelegt werden - unter Berufung auf einen Brief der Betreiber an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) mit Kopie an den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. Die wirtschaftliche Situation des Kraftwerks habe sich derart verschlechtert, dass eine vorübergehende Stilllegung aus ökonomischen Gründen erforderlich sei, heißt es in dem Schreiben.

Nicht unter den derzeitigen Bedingungen

Irsching 5 sei momentan nicht rentabel und in den roten Zahlen. Mit dem Gaswerk könne erst wieder Gewinn erwirtschaftet werden, wenn sich die politischen Rahmenbedingungen geändert hätten, so die Eigner. Betreiber von Irsching 5 sind E.on, N-Ergie (Nürnberg), Mainova (Frankfurt) und HSE (Darmstadt). Die Zusage der Betreiber für einen Weiterbetrieb gilt vorerst aber nur für diesen Winter.