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South Stream

Gaspipeline darf durch türkische Gewässer laufen

Die Türkei hat nach Angaben des russischen Energiekonzerns Gazprom die Verlegung der Gaspipeline South Stream durch ihre Gewässer erlaubt. Russland hatte lange auf die Zustimmung der Türkei warten müssen. Man hatte sogar bereits überlegt, der Pipeline einen anderen Verlauf zu geben.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Moskau (afp/red) - Alle notwendigen Genehmigungen seien erteilt, um den Bau der Pipeline unter dem türkischen Teil des Schwarzen Meeres zu realisieren, teilte Gazprom am Mittwoch in Moskau mit. Russlands Regierungschef Wladimir Putin bedankte sich laut Nachrichtenagentur Interfax beim türkischen Energieminister Taner Yildiz, der am Mittwoch Moskau besuchte.

Doch noch eine Einigung

Putin hatte zuvor sogar erklärt, die Pipeline könne auch anders verlaufen. Die Türkei wollte russischen Medienberichten zufolge einen Preisnachlass für russisches Gas herausschlagen.

Die 3600 Kilometer lange South Stream soll Erdgas von Russland über das Schwarze Meer nach Bulgarien und von dort in zwei Leitungen bis nach Österreich und Italien bringen. Indem die Leitung rund 900 Kilometer durch das Schwarze Meer führt, wird die Ukraine umgangen. Ende 2015 soll das erste Gas beim Verbraucher ankommen.

South Stream steht in Konkurrenz zur geplanten Pipeline Nabucco. Die soll Gas aus dem Kaukasus über die Türkei nach Europa leiten - und damit Russland umgehen.