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Kritik von Umweltschützern

Gaspipeline von Birma nach China nimmt vollen Betrieb auf

Birma versorgt den wirtschaftlich unterentwickelten Südwesten Chinas ab sofort mit Gas. Eine neue, insgesamt 2500 Kilometer lange Pipeline habe nun den vollen Betrieb aufgenommen, berichtete die staatliche chinesische Zeitung "Global Times" am Montag. Ein Probebetrieb läuft bereits seit Ende Juli.

ErdgaspiplineGasleitung (Archivbild)© Alexander Tarasov / Fotolia.com

Peking (AFP/red) - Die Gasleitung führt 800 Kilometer lang durch Birma und versorgt in China die Provinzen Yunnan, Guangxi und Guizhou. Geliefert werden sollen jährlich zwölf Milliarden Kubikmeter Gas. Parallel soll eine neue Ölpipeline für jährlich 22 Millionen Tonnen entstehen. Die neue Pipeline hilft China, die Energieversorgung breiter aufzustellen und das Land unabhängiger von den bisherigen Importwegen für Öl und Gas zu machen.

Warum die Pipeline kritisiert wird

Menschenrechtler und Umweltschützer kritisieren die neue Pipeline. Sie monieren unter anderem Risiken, da die Leitung durch Gebiete führt, die zwischen der Regierung von Birma und bewaffneten Gruppen umkämpft sind. Zudem werfen sie der birmanischen Regierung vor, die Bevölkerung Birmas profitiere nicht ausreichend von den Bodenschätzen des eigenen Landes.

Quelle: AFP