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Anbietervergleich

Gaspreise: Tarife variieren um bis zu 40 Prozent

Die Gaspreise bei den Energieanbietern klaffen einer Studie zufolge weit auseinander. Ein großer Preisunterschied ist demnach vor allem zwischen den Tarifen der Grundversorger und den Angeboten alternativer Anbieter festzustellen: In den 100 größten Städten sollen sich im Schnitt 630 Euro pro Jahr sparen lassen.

Gaskosten© Kautz15 / Fotolia.com

Berlin (red) – Die Einfuhrpreise für Erdgas sind in den letzten beiden Jahren um etwa 28 Prozent gesunken – die Gaspreise der Verbraucher dagegen im selben Zeitraum nur um 2,9 Prozent. Die Preisspanne der Anbieter bleibt aber enorm: Zwischen Grundversorgungstarif und günstigstem Angebot liegen in den 100 größten Städten Deutschlands mehr als 40 Prozent – das zeigt eine Auswertung des Vergleichsportals TopTarif.

Vergleich: Grundversorgung kostet im Schnitt 630 Euro mehr

Die größte Differenz zeigt sich demnach in Schwerin: Wer hier in einem gasbeheizten Einfamilienhaus wohnt und noch nie seinen Gasanbieter gewechselt hat, kann seine jährliche Gasrechnung beim Wechsel zum günstigsten Anbieter halbieren. Denn bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden werden im Grundversorgungstarif etwa 1.960 Euro fällig. Beim günstigsten Anbieter sind es nur 960 Euro. Aber auch Verbraucher in Cottbus, Leipzig, Jena oder Frankfurt profitieren von einem Wechsel, sie sparen jährlich mehr als 800 Euro, so das Vergleichsportal. Im Gesamtdurchschnitt zahlten Verbraucher der 100 größten Städte im Grundversorgungstarif 630 Euro mehr als im günstigsten Tarif. Diejenigen, die bei ihrem örtlichen Versorger bleiben möchten, fänden in der Regel auch dort einen durchschnittlich 190 Euro günstigeren Tarif.

Worauf sollte man beim neuen Vertrag achten?

Wer sich nach einem neuen Tarif umschaut, sollte allerdings nicht allein auf den Preis achten. Wichtig ist neben dem Preis Vertragsbestandteile wie kurze Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen, um flexibel zu bleiben, und Preisgarantien, die den vertraglich vereinbarten Preis für einen bestimmten Zeitraum festlegen und Verbrauchern damit Preissicherheit geben, so das Portal.

Kurze Kündigungsfrist nutzen

Verbraucher, die noch nie ihren Versorger gewechselt haben, können mit einer Frist von zwei Wochen den Grundversorgungsvertrag kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln – vorausgesetzt, sie haben einen eigenen Gaszähler. Aber auch bei einem zentralen Gaszähler, wie etwa bei Mehrparteienhäusern, gilt für den Vermieter das Wirtschaftlichkeitsgebot. Das heißt: Sind die bisherigen Gaspreise eindeutig zu teuer, sollten Verbraucher ihren Vermieter freundlich darauf hinweisen und auch gleich eine Beispielrechnung der jährlichen Ersparnis mit aufführen.

Jeder zweite Deutsche heizt mit Erdgas

Von den etwa 40 Millionen Haushalten in Deutschland heizt etwa jeder zweite mit Erdgas und jeder dritte mit Heizöl. Der Rest verteilt sich auf erneuerbare Energien, Fernwärme und Strom. Damit ist Erdgas der am häufigsten verwendete Brennstoff für Heizungen in Deutschland.

Mit unserem Vergleichsrechner lassen sich die Gaspreise schnell und unkompliziert vergleichen. Nach Eingabe der Postleitzahl und des Verbrauchs können Verbraucher schnell sehen, wie günstig oder teuer ihr derzeitiger Vertrag ist.