szmtag
16.06.2010, 14:32 Uhr

Gas-News

Urteil

Gaspreiserhöhungen von EnBW bis 2008 sind rechtens

Die Preiserhöhungen der EnBW Gas aus den Jahren 2005 bis 2008 sind rechtens. Das entschied das Landgericht Stuttgart nach eigenen Angaben am Mittwoch und bestätigte damit ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts Stuttgart. Demnach habe EnBW lediglich die gestiegenen Beschaffungskosten an die Kunden weitergegeben.

Stuttgart (ddp/red) - Das Unternehmen hatte mehrere Kunden verklagt, die nach den Preiserhöhungen ihre Gas-Rechnungen gekürzt hatten und sich geweigert hatten, die höheren Gaspreise zu bezahlen. In dem konkreten Fall hatte die Differenz etwa 1000 Euro für einen Abrechnungszeitraum von drei Jahren betragen.

Der vom Amtsgericht Stuttgart zur Zahlung verpflichtete Kunde war in Berufung gegangen, unter anderem mit der Begründung, das Gericht sei nicht zuständig gewesen. Zudem hatte er argumentiert, es habe für die Preiserhöhung die vertragliche Grundlage gefehlt.

Laut Gericht hatte die EnBW darlegen können, dass sie unter Berücksichtigung der sonstigen Kosten nur ihre gestiegenen Gas-Bezugskosten an die Kunden weiter­gegeben hatte. Deshalb sei der Widerspruch gegen Preiserhöhungen einiger Gaskunden und das Kürzen von Gasrechnungen unbegründet.

Preiserhöhungen in der Grundversorgung müssen laut Gesetz "billig", also angemessen sein, erläuterte das Gericht. In einem Grundsatz-Urteil habe der Bundesgerichtshof festgestellt, dass Gasversorger, die lediglich veränderte Beschaffungskosten an ihre Kunden weitergeben, diese Vorgabe für die Gestaltung der Gaspreise erfüllen. Den entsprechenden Nachweis hatte die EnBW Gas GmbH über regelmäßige, im Internet veröffentlichte Testate geführt.

© 2001-2012 gas-magazin.de

Diesen Artikel empfehlen

Der Newsletter von Gas-Magazin.de

Ähnliche Nachrichten zur News "

Gaspreiserhöhungen von EnBW bis 2008 sind rechtens

"
  • VEA: Große Unterschiede bei Gasnetz-Gebühren
    Bundesverband der Energie-Abnehmer (VEA)
    Der VEA kritisiert die teilweise drastisch überhöhten Nutzungsentgelte. Einige Gasanbieter verlangen einer Untersuchung zufolge fünfmal zu hohe Durchleitungskosten als andere, was zu höheren Gaspreisen führe. Einige Netzbetreiber würden Ihre Monopolstellung weiterhin ausnutzen, so der VEA.
  • Regierung will mehr Wettbewerb unter Gasanbietern
    Gas
    Die Bundesregierung will für mehr Wettbewerb auf dem deutschen Gasmarkt sorgen. Mit einer Neufassung der Verordnung, die den Zugang der Energieversorger zum Gastransportnetz regelt, soll neuen Gasanbietern der Zugang zum Gasnetz erleichtert werden, womit die alten Gasversorger mehr Konkurrenz bekommen sollen.
  • Keine gütliche Einigung im Prozess um Gaspreiserhöhungen
    Rechtsprechung
    Im Streit um die Preiserhöhungen der Berliner Gasag haben sich die Parteien am Montag vor dem Amtsgericht Schöneberg nicht gütlich einigen können. Der Kläger fordert die Offenlegung der Berechnungsgrundlage für die Preiserhöhungen, wozu sich die Gasag bislang nicht bereit erklärt hat.
  • VEA: Gaspreis-Wettbewerb führt zu sinkenden Preisen
    Gaszähler
    Der aktuelle Gaspreisvergleich der VEA zeigt: Wettbewerb führt zu deutlich günstigeren Gaspreisen. In einigen Gebieten bestehen jedoch noch immer Monopole, sodass Kunden nur wenige Anbieter zur Auswahl haben.
  • Verbraucherschützer monieren hohe Gaspreise in Sachsen
    Gas
    Die Gaspreise in Sachsen liegen nach Angaben der Verbraucherzentrale Sachsen noch immer deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Das habe eine Stichprobe in fünf großen Städten des Freistaates ergeben, sagte der Energieexperte Roland Pause am Mittwoch in Leipzig.