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Alternative Kraftstoffe

Gastankstellen-Netz soll ausgebaut werden

Für Erdgas-Fahrzeuge gibt es noch viel zu wenig Tankstellen. Hier will die EU nun nachbessern. Wer sein Auto mit Erdgas, Strom oder Wasserstoff befüllt, soll künftig in Europa mehr Tankstellen finden. Das hat das Europaparlament in Straßburg am Dienstag beschlossen und damit eine informelle Einigung mit den EU-Staaten bestätigt.

Erdgasauto© Petra Beerhalter / Fotolia.com

Straßburg (dpa/red) - Derzeit stockt der Absatz von Wagen, die von solchen alternativen Kraftstoffen angetrieben werden - auch, weil es an der nötigen Infrastruktur, also an Elektro- und Gastankstellen mangelt. Neben einem besseren Tankstellennetz soll es künftig auch einen einheitlichen Ladestecker für Elektroautos geben, den die deutsche Firma Mennekes entwickelt hat.

Keine konkreten Zahlen im Blick

Feste Zahlenziele für den Tankstellen-Ausbau - wie ursprünglich von der EU-Kommission vorgeschlagen - soll es allerdings nicht geben. Der SPD-Europaabgeordnete Ismael Ertug bedauerte das: "Gerade für alternative Antriebe wie Elektrizität und Flüssigerdgas wären durchaus anspruchsvollere Ziele erforderlich, um die Ölabhängigkeit im Verkehrssektor zu verringern", teilte er mit. Die Marktentwicklung alternativer Kraftstoffe sei aber schwer vorherzusagen.

Schwache Nachfrage bei den Verbrauchern

Allerdings sorgen nicht nur fehlende Tankstellen, sondern auch der hohe Preis für Wagen mit alternativem Antrieb und geringe Akzeptanz beim Verbraucher derzeit nach Auskunft der EU-Kommission für schwache Nachfrage.

Der deutsche Europaabgeordnete Peter Liese (CDU) erklärte, besonders Elektroautos müssten gefördert werden. "Elektromobilität kann ein wesentlicher Beitrag für die Reduktion von CO2-Emmissionen sein".

Quelle: DPA