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Erdgaspreise

Gasversorger kündigen Preissenkungen an

Gleich mehrere Gasversorger kündigten kürzlich an, die Preise für Erdgas trotz steigender Netzkosten im kommenden Jahr zu senken. Strom- und Gaskunden, die über eine Preiserhöhung informiert werden, können auf das Sonderkündigungsrecht zurückgreifen.

Gaskosten© Kautz15 / Fotolia.com

Linden (red) – Gleich mehrere Gasversorger kündigten zu Beginn der Woche an, die Preise für Erdgas zum Jahreswechsel herabzusetzen, darunter Energiekonzern EWE, die Stadtwerke Kiel sowie die Stadtwerke München. Alle drei Energieversorger geben dabei an, gesunkene Beschaffungskosten an Kunden weiterzugeben.

Stadtwerke München und Kiel senken Erdgaspreise

Die Stadtwerke München GmbH will zum 1. Januar 2016 die Erdgaspreise für die Haushalts- und Gewerbekunden senken. Eine Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden zahlt damit im kommenden Jahr im Tarif M-Erdgas M knapp 36 Euro weniger, so das Unternehmen. Das entspreche einer Preissenkung von rund drei Prozent.

Auch bei den Stadtwerken Kiel sollen die Erdgaspreise zum 1. Januar 2016 sinken. Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 18.000 Kilowattstunden bedeute das je nach gewähltem Tarif eine Ersparnis von rund vier Prozent.

Auch EWE-Erdgas wird günstiger

Der Oldenburger Energieversorger EWE will zum Jahresbeginn ebenfalls die Preise für seine Erdgaskunden herunterschrauben. Der Preis soll dem Konzern zufolge um 0,23 Cent (brutto) pro Kilowattstunde sinken. Dadurch spare ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr etwa 46 Euro.

EWE-Strom könnte teurer werden

Trotz steigender staatlicher Umlagen und höherer Netzentgelte sollen auch EWE-Stromkunden zukünftig pro Kilowattstunde brutto rund 0,92 Cent weniger zahlen. Da aber der Grundpreis im Monat um brutto 2,48 Euro steige, blieben die Stromkosten für den Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden annähernd gleich. Für Kunden, die pro Jahr weniger als 3.200 Kilowattstunden verbrauchen, führe der höhere Grundpreis dazu, dass die Stromrechnung geringfügig höher ausfalle.

Sonderkündigungsrecht nutzen

Für alle drei Versorgungsgebiete gilt: Die Netzentgelte werden zum Jahresende steigen. Die Unternehmen geben aber jeweils an, dass die höheren Kosten durch den günstigeren Einkauf ausgeglichen werden können. Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer EWE Vertrieb erläutert etwa: "Die Preissenkung ist möglich, obwohl die Netzentgelte um rund sieben Prozent gestiegen sind. Die Mehrkosten können wir durch einen günstigeren Einkauf mehr als kompensieren."

Für Strom- oder Gaskunden, die über eine Preiserhöhung informiert werden, gilt das Sonderkündigungsrecht, von dem man bestenfalls sofort Gebrauch machen sollte, weil die Fristen recht knapp ausfallen können. Bei der Suche nach einem alternativen Anbieter kann unser Gaspreisvergleich hilfreich sein.