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Ziele

Gaswirtschaft setzt sich für den Klimaschutz ein

In einer Stellungnahme zum neuen Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung erklärt sich der Gaswirtschafts-Verband mit diesem weitestgehend einverstanden und postuliert außerdem eigene Ziele. Insbesondere das Bioerdgas und der Wärmemarkt stehen auf der Agenda.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Berlin (red) - Mit Hinweis auf das Klimaschutz-Aktionsprogramm der deutschen Gaswirtschaft begrüßt der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) die Ziele des in Meseberg beschlossenen "Integrierten Energie- und Klimaprogramms". In der Umsetzung sei eine Überregulierung des Wärmemarktes allerdings zu vermeiden. Dann könnte sich hieraus ein neues "grünes Wirtschaftswunder" ergeben, so die Mitteilung des Verbands. Bezogen auf einzelne Punkte des Klimaschutzprogramms bedeutet das:

  • Bioerdgas in Gasnetze: Die deutsche Gaswirtschaft will den Bioerdgasmarkt "engagiert und auf wirtschaftlicher Basis" entwickeln. Die Gaswirtschaft erklärt sich bereit, bundesweit angebotenes Bioerdgas aufzunehmen und zu vermarkten und die Einspeisebedingungen für Bioerdgas auf Basis der Kooperationsvereinbarung und unter Berücksichtigung der bestehenden Regelwerke einvernehmlich mit der Landwirtschaft zu vereinbaren unter der Mitwirkung des BMWi, BMU, BMELV sowie der BNetzA. Diese Regelungen sollen möglichst einfach, klar und verursachergerecht sein.
  • Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG): Bioerdgas stellt eine wichtige Option für die vorgesehene Nutzungsverpflichtung im Wärmebereich dar. Die deutsche Gaswirtschaft will den Kunden Bioerdgas zur Erfüllung der vorgesehenen Nutzungsverpflichtungen anbieten. Die deutsche Gaswirtschaft sieht wegen der *Null"-Investition beim Verbraucher und der hocheffizienten Anwendungstechniken von Erdgas mit Bioerdgas eine attraktive Lösung, die Nutzungsverpflichtung kostengünstig und ohne großen Bürokratieaufwand zu erfüllen.
  • CO2-Strategie für PKW und Ausbau von Biokraftstoffen: Erdgas als Kraftstoff stellt eine nachhaltige Alternative dar, die ökologische Vorteile gegenüber allen anderen herkömmlichen Kraftstoffen aufweise. Deshalb könne bei der Umsetzung des Integrierten Energie- und Klimaprogramms auf diese Alternative nicht verzichtet werden. Bioerdgas sei der auf absehbare Zeit einzige regenerative Kraftstoff der 2. Generation, der bereits jetzt großtechnisch vorhanden ist. Mit einer Selbstverpflichtung hat sich die Gaswirtschaft daher bereit erklärt, auf Basis heutiger Marktprognosen bis 2010 dem CNG-Absatz 10 Prozent Bioerdgas als Kraftstoff beizumischen. Diese Quote soll bis 2020 auf 20 Prozent gesteigert werden.
  • Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes (KWKG): Maßnahmen zur Förderung der Energieeffizienz (z. B. KWK) und zu Erneuerbaren Energien (z. B. Bioerdgas) seien konsistent zu gestalten. Zur optimierten Erschließung zusätzlicher CO2-Einsparpotenziale im Wärmemarkt müssten technologieoffene und stabile Rahmenbedingungen für alle Effizienztechnologien und nachhaltigen Wärmequellen geschaffen werden. Eine schlanke und ausgewogene Novellierung des KWKG sei deshalb erforderlich. In den Regelungen sollten insbesondere für hocheffiziente und besonders umweltschonende Technologien Anreize geschaffen werden (z. B. beim Einsatz von Gas- und Dampfturbinen-Anlagen).