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Währung

Gazprom dank schwachem Rubel mit Gewinnsprung

Gazprom legte aufgrund des schwachen Rubels im ersten Quartal 2015 einen Gewinnsprung hin. Die Rechnungen ausländischer Kunden werden nämlich in Dollar beglichen. So nahm der russische Gaskonzern rund 5,8 Prozent mehr ein als vor der Jahresfrist.

Gazprom

Moskau (dpa/red) - Der vom Kreml gesteuerte russische Gasmonopolist Gazprom hat auch wegen des Wertverfalls des Rubels für das erste Quartal 2015 einen starken Gewinnsprung gemeldet. Der Konzern habe von Januar bis März einen Überschuss von 382,1 Milliarden Rubel (etwa 5,5 Milliarden Euro) erwirtschaftet. Das sei 71 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie das Unternehmen am Montag in Moskau mitteilte. Analysten führten dies auch auf schwächere Zahlen vom Vorjahr zurück.

Rubel-Abwertung bringt Gazprom Vorteile

Gazprom profitierte von der massiven Abwertung der russischen Währung, weil das Ausland Rechnungen in Dollar bezahlt und der Konzern deswegen mehr Rubel erhielt.

Gazprom hat derzeit viele strategische Aufgaben zu bewältigen. So arbeitet der Energieriese an der Turkish-Stream-Pipeline durch das Schwarze Meer über die Türkei zur griechischen Grenze. Auch die westlichen Sanktionen in der Ukraine-Krise treffen das Unternehmen.

Umsatz stieg, Schulden gingen zurück

In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres setzte Gazprom rund 1,6 Billionen Rubel um, das sind 5,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Die Nettoschulden verringerten sich um zwölf Prozent auf 1,4 Billionen Rubel. Allerdings verkaufte das Unternehmen nach eigenen Angaben gut 16 Prozent weniger Gas nach Europa als ein Jahr zuvor. Auch in Ex-Sowjetrepubliken lieferte Gazprom demnach weniger.

Quelle: DPA