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Pläne

Gazprom halbiert Kapazität von Turkish Stream

Die Pipeline Turkish Stream soll nun doch nicht mehr so gigantisch werden wie zunächst geplant. Die Kapazität der Leitung, die Gas von Russland bis nach Griechenland transportieren soll, wird nach dem neuesten Vorhaben sogar halbiert. Ein verbindliches Abkommen zu dem Projekt gibt es noch nicht.

Pipeline© Alexander Tarasov / Fotolia.com

St. Petersburg (dpa/red) - Russland hat seine ehrgeizigen Energiepläne mit der Türkei deutlich reduziert. Die vorgesehene Gaspipeline Turkish Stream durch das Schwarze Meer soll statt aus vier nur aus zwei Röhren bestehen, sagte der Chef des Staatskonzerns Gazprom, Alexej Miller, am Dienstag russischen Agenturen zufolge in St. Petersburg. Damit halbiere sich die Gesamtkapazität der Leitung auf rund 32 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Als Grund nannte Miller den Ausbau der Ostsee-Pipeline Nord Stream zwischen Russland und Deutschland. Hier sollen zwei weitere Röhren 2019 in Betrieb gehen.

Turkish Stream soll Öl bis nach Griechenland bringen

Turkish Stream gilt als Nachfolgeprojekt der South-Stream-Pläne, die 2014 infolge eines Streits der EU mit Russland gescheitert waren. Mit der Pipeline will Russland das wichtige Transitland Ukraine umgehen, beide Länder hatten sich immer wieder über Zahlungen gestritten. Turkish Stream soll vom russischen Küstenort Anapa durch das Schwarze Meer und die Türkei bis nach Griechenland weitergebaut werden.

Verbindliches Abkommen steht noch aus

Ein verbindliches Abkommen zwischen Russland und der Türkei soll nach Bildung einer neuen Regierung in Ankara erfolgen. Die Türkei wählt am 1. November ein neues Parlament. Die russisch-türkischen Beziehungen hatten sich zuletzt wegen des Syrienkonflikts verschlechtert.

Quelle: DPA