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Russland

Gazprom hat Arktis-Ölförderung begonnen

Der russische Energiekonzern Gazprom hat mit der lange geplanten und sehr umstrittenen Ölförderung in der Arktis begonnen. Es ist das erste Projekt, mit dem sich Russland die Ölvorkommen sichern will. Umweltschützer waren bereits im September wegen Demonstrationen gegen das Vorhaben festgenommen worden.

kalt© Volodymyr Goinyk / Fotolia.com

Moskau (AFP/red) - Gazprom hat am Freitag die heftig umstrittene Ölförderung in der Arktis aufgenommen. Es sei mit der Erschließung des Priraslomnoje-Ölfeld begonnen worden, teilte das staatliche Unternehmen mit. Damit sei das erste Projekt zur Rohstoffgewinnung in der Arktis in der Geschichte Russlands angelaufen. Moskau plant seit Langem die Erschließung der riesigen Öl- und Erdgasvorkommen, die in diesem Gebiet vermutet werden.

Umweltschützer festgenommen

Bei ihrem Protest gegen die Plattform im Priraslomnoje-Ölfeld waren im September 30 Besatzungsmitglieder eines Greenpeace-Schiffs festgenommen worden. Sie wollten auf die Umweltgefahren durch die Ölbohrungen aufmerksam machen. Die Umweltaktivisten aus verschiedenen Ländern sind wegen Rowdytums angeklagt und dürfen Russland nicht verlassen. Sie könnten aber von einer Amnestie profitieren, die am Mittwoch von der russischen Duma verabschiedet wurde.

Quelle: AFP