Startseite
Preiskorrektur

Gazprom muss Polen Preissenkung gewähren

Polen hat nach monatelangem Streit eine Preissenkung für Gas aus Russland durchgesetzt. Der polnische Versorger PGNiG und der russische Energieriese Gazprom hätten sich auf eine für beide Seiten akzeptable Preiskorrektur geeinigt, teilte Gazprom am Dienstag in Moskau mit. Polen importiert 40 Prozent seines Bedarfs aus Russland.

Gazprom

Moskau (AFP/red) - Diese trage den Änderungen auf dem Gasmarkt in Polen und Europa Rechnung. PGNiG hatte im Februar vor einem Schiedsgericht in Stockholm gegen Gazprom auf Preissenkung geklagt. Die Konditionen stammten noch aus dem Jahr 1996. Polen importiert 40 Prozent seines Erdgases aus Russland.

Kopplung an den Ölpreis bleibe

Gazprom betonte, auch weiterhin werde das Unternehmen langfristige Lieferverträge abschließen. Auch an der Kopplung des Gaspreises an den Erdölpreis werde sich nichts ändern. Die Kunden des russischen Energieriesen begehren genau gegen diese Konditionen aber auf: Sie sind gezwungen, eine bestimmte Menge Gas zu einem festgelegten Preis abzukaufen - egal, wie viel sie tatsächlich brauchen und wie die Preise kurzfristig am Spot-Markt für Gas stehen.

Nicht der erste solche Fall

Im Juli hatte bereits der deutsche Versorger E.on eine Preissenkung mit Gazprom vereinbart. Auch E.on hatte den Streit vor ein Schiedsgericht gebracht.

Quelle: AFP