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Gaspipeline

Gazprom startet im Dezember mit South-Stream-Pipeline

Der russische Energieriese Gazprom beginnt Anfang Dezember mit dem Bau der Gaspipeline South Stream nach Europa, einem Konkurrenzprojekt zur Nabucco-Leitung. Die Arbeiten würden am 7. Dezember starten, sagte Unternehmenschef Alexej Miller nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen.

Gazprom

Moskau (AFP/red) - Die South-Stream-Pipeline soll Erdgas von Russland über das Schwarze Meer nach Bulgarien und von dort in zwei Leitungen bis nach Österreich und Italien bringen. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf geschätzte 21 Milliarden Dollar (16,5 Milliarden Euro).

Projekt sei noch gar nicht gesichert

Der "Spiegel" hatte vergangene Woche berichtet, dass der erste Spatenstich für Anfang Dezember vorgesehen sei, obwohl das Projekt rechtlich und finanziell noch nicht gesichert sei. Das Nachrichtenmagazin verwies unter anderem auf eine fehlende Finanzierungsvereinbarung mit Bulgarien, für die Sofia Nachlässe beim Gaspreis verlange. Die Vereinbarung mit Bulgarien werde am 15. November geschlossen, sagte Miller nach der Unterzeichnung eines ähnlichen Vertrags mit der Slowakei. Preisnachlässe seien aber nicht Teil der Verhandlungen. "Diese Angelegenheiten gehören nicht zusammen", sagte er.

Konkurrenz zum Nabucco-Projekt

South Stream steht in Konkurrenz zur geplanten Pipeline Nabucco, mit der EU-Staaten ihre Abhängigkeit von russischer Energie drosseln wollen. Sie soll Gas aus dem Kaukasus über die Türkei nach Europa leiten - und damit Russland umgehen.

Quelle: AFP