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Gasmarkt

Gazprom sucht Einstieg ins deutsche Endkundengeschäft

Der russische Energieriese Gazprom würde deutsche Kunden am liebsten selbst beliefern. Laut Alexej Miller, dem Vorstandvorsitzenden von Gazprom, würden die Endkunden dann deutlich weniger zahlen müssen. Miller klagt jedoch über den schwierigen Einstieg in den deutschen Markt.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Hamburg (red) - Miller beklagte sich laut Spiegel Online darüber, dass der deutsche Markt für Gazprom weitgehend verschlossen sei. "Könnten wir direkt Gas an den Endkunden liefern, müssten die Deutschen weniger bezahlen. Das ist absolut sicher", sagte Miller dem Spiegel.

Rentables Endkundengeschäft

Russland ist im Moment mit rund 40 Prozent Deutschlands größter Gaslieferant. Bereits seit 2005 versucht der russische Konzern den Einstieg in den deutschen Gasmarkt. Damit würde die gesamte Gaslieferkette vom Transport bis hin zum Endkunden in einer Hand liegen. Dabei ist das angestrebte Endkundengeschäft besonders profitabel. Laut Miller sei der Anteil von Gazprom am Endpreis nicht höher als 50 Prozent.

Miller prognostiziert außerdem weiterhin steigende Gaspreise und verteidigt die Ölpreisbindung. Aufgrund der größeren weltweiten Nachfrage werde Gas auch verstärkt in anderen Bereichen genutzt, beispielsweise als Kraftstoff für Erdgasfahrzeuge. Tipp: Mit unserem Gastarifrechner können Gaskunden schnell ermitteln, wie viel Geld sie mit einem Gaswechsel sparen könnten.