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Gazprom und BASF: Abschluss eines Milliardendeals

Gazprom und BASF konnten ihr milliardenschweres Geschäft um ihre Unternehmensanteile zu einem Ende bringen. Zunächst war der Handel im Zuge der Ukraine-Krise im September auf Eis gelegt worden. Die BASF-Tochter Wintershall gibt dabei ihr Gashandels- und Speichergeschäft an die Russen ab.

Gazprom

Ludwigshafen (dpa/red) - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF und der russische Energieriese Gazprom haben den lange geplanten Tausch milliardenschwerer Vermögensposten abgeschlossen. Mit dem Handel, der rückwirkend zum 1. April 2013 vollzogen wird, baut die BASF ihre Öl- und Gasförderung weiter aus und trennt sich im Gegenzug vom Gashandels- und Speichergeschäft.

Umsatz der BASF

Der BASF-Anteil an dem Tausch steuerte 2014 rund 12,2 Milliarden Euro zum Konzernumsatz und rund 260 Millionen Euro zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2015 lag der Umsatzanteil bei rund 7,2 Milliarden Euro, der Ebitda-Anteil bei rund 240 Millionen Euro.

Gazprom gibt Erdgas- und Erdölfelder ab

Im Einzelnen gibt die BASF-Tochter Wintershall ihre Anteile am gemeinsamen Gashandels- und Speichergeschäft komplett an die Russen ab. Gazprom steigt zudem mit 50 Prozent bei der Gas- und Ölförderung von Wintershall in der Nordsee vor den Küsten der Niederlande, Großbritanniens und Dänemarks ein. Im Gegenzug erhält Wintershall Anteile an einem Erdgas- und Erdölfeld in Westsibirien.

Der Tausch war im vergangenen Dezember angesichts der Ukraine-Krise zunächst gestoppt worden. Anfang September wurde er dann doch besiegelt.

Quelle: DPA