Startseite
Absatz

Gazprom verkauft mehr Gas nach Westeuropa

Energieriese Gazprom konnte seinen Erdgasabsatz im ersten Halbjahr 2016 erhöhen. Besonders westeuropäische Länder kauften mehr Gas von dem russischen Unternehmen. Indessen werden die Gespräche zum Türkisch Stream wieder aufgenommen.

Gazprom

Moskau - Der russische Energieriese Gazprom hat im ersten Halbjahr deutlich mehr Erdgas ins Ausland verkauft. Das Volumen stieg um ein Drittel auf 109 Milliarden Kubikmeter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wie der Staatskonzern am Dienstag in Moskau mitteilte. Nach internationaler Rechnungslegung sank der Reingewinn allerdings um 10 Prozent auf 607 Milliarden Rubel (8,43 Milliarden Euro), was vor allem an deutlich gestiegenen operativen Kosten gelegen habe.

Vor allem die Ausfuhren nach Westeuropa stiegen. Der Gasabsatz in Russland blieb etwa gleich, der Export in frühere Sowjetrepubliken ging dagegen zurück.

Verhandlungen zum Turkish Stream werden fortgesetzt

Die Energieminister von Russland und die Türkei wollen an diesem Mittwoch über eine Wiederaufnahme des Pipeline-Projekts Turkish Stream reden, wie der für Exporte zuständige Gazprom-Vize Alexander Medwedew ankündigte. Die Planungen für die Leitung durch das Schwarze Meer waren nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei Ende November 2015 eingestellt worden. Russlands Präsident Wladimir Putin wird zudem an diesem Samstag (3.9.) vor dem G20-Gipfel im chinesischen Hangzhou mit seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan über das Projekt sprechen, wie der Kreml mitteilte.

Quelle: DPA