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Krim-Krise

Gazprom warnt vor möglichen Lieferschwierigkeiten

In der Ukraine-Krise hat der russische Staatskonzern Gazprom mit Nachdruck vor möglichen Störungen bei Gaslieferungen nach Europa gewarnt. Bei einem längeren Konflikt könnte der Energiefluss durch das Transitland Ukraine unterbrochen werden, teilte das Unternehmen am Dienstag in Moskau mit.

Gazprom

Moskau (dpa/AFP/red) - Zuvor hatte bereits Kremlchef Wladimir Putin vor Engpässen gewarnt. Russland wirft der Ukraine vor, ohne Bezahlung von Rechnungen Transitleitungen anzuzapfen. Kiew bestreitet dies. Die Ukraine hat nach russischen Angaben mehr als 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 1,6 Milliarden Euro) Gasschulden.

"Die politischen und wirtschaftlichen Spannungen zwischen Russland und der Ukraine haben wachsende Unsicherheit verursacht, was die Zuverlässigkeit der Gaslieferungen Richtung Europa durch die Ukraine angeht", so Gazprom bei der Vorstellung seiner Jahresbilanz.

Weniger Gewinn durch milden Winter

Wegen eines verhältnismäßig milden Winters verdiente Gazprom im vergangenen Jahr deutlich weniger als noch 2012. Der Konzern erwirtschaftete nach eigenen Angaben einen Nettogewinn von 1,139 Billionen Rubel (rund 23 Milliarden Euro) und damit sieben Prozent weniger als 2012. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 19 Prozent auf 2,006 Billionen Rubel.

Im vergangenen Jahr pumpte der Konzern 174,3 Milliarden Kubikmeter Gas nach Europa und in die Türkei. Mit etwa 35 Milliarden Kubikmetern war Deutschland weiter klar der größte Abnehmer von russischem Gas.

Quelle: DPA