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Urteil

Gegner der Ethylen-Pipeline scheitern vor Gericht

Die Gegner der länderübergreifenden Ethylen-Pipeline haben vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen. Die Gegner wollten auf dem Rechtsweg die Inbetriebnahme der Pipeline verhindern. Durch die Pipeline soll das entzündliche Gas Ethylen von Münchsmünster nach Rheinland-Pfalz transportiert werden.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Stuttgard (dapd/red) - Gegner der länderübergreifenden Ethylen-Pipeline Süd (EPS) haben vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht eine juristische Niederlage erlitten. Die Richter wiesen die Klagen von 29 baden-württembergischen Grundstückseigentümern gegen die Planfeststellung zurück, wie das Gericht am Montag mitteilte. Die Kläger wollten auf dem Rechtsweg verhindern, dass die Pipeline in Betrieb geht.

Pipeline soll entzündliches Gas transportieren

Durch die Pipeline soll das entzündliche Gas Ethylen, das zur Herstellung von Kunststoff benötigt wird, von Münchsmünster in Bayern nach Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz transportiert werden. Der Verwaltungsgerichtshof (VGH) Mannheim hatte Mitte November 2011 einen Baustopp wegen möglicher Sicherheitsbedenken aufgehoben.

Projektkosten von 200 Millionen Euro

Die geplante Pipeline hat eine Länge von 370 Kilometern, davon 200 Kilometer in Baden-Württemberg, 100 Kilometer in Bayern und 70 Kilometer in Rheinland Pfalz. Die Kapazität soll bei jährlich bis zu 400.000 Tonnen liegen. Die gesamten Projektkosten belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 200 Millionen Euro.

Gebaut und betrieben wird die Rohrleitung von einem Zusammenschluss aus Chemieunternehmen. Gegen das Land Baden-Württemberg geklagt hatten Grundstückseigentümer aus Alfdorf, Aalen, Mutlangen, Schwäbisch Gmünd und Rudersberg.

Gegen das Urteil steht den Beteiligten die Berufung zu, wenn diese vom VGH Mannheim zugelassen wird.

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