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Havelland

Geplantes Gaskraftwerk stößt bei Bürgern auf Widerstand

Die Bürger des havelländischen Wustermark engagieren sich gegen den Bau des geplanten Gas- und Dampfkraftwerks. Sie befürchten Sicherheitsrisiken und negative Folgen für die Umwelt. Befürworter argumentieren mit regionalwirtschaftlichen Effekten und Steuereinnahmen für Land und Kommune.

Gaspreise© photoGrapHie / Fotolia.com

Potsdam/Wustermark (dapd/red) - Zudem sei das Werk ein wichtiger Beitrag für die Energiewirtschaftspolitik des Landes. Zu dieser Einschätzung kommt das Beratungsunternehmen Regionomica, das die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kraftwerksprojekts untersucht hatte.

Der Bau des 1.200 Megawatt-Kraftwerks soll 2012 beginnen und bis 2015 fertiggestellt werden. Nach ihrer Fertigstellung werde die Anlage zu "einer der effizientesten ihrer Art zählen", sagte der Chef-Manager bei Advance Power Germany, Folker Siegmund. Die Technologie zeichne sich durch einen "hohen Wirkungsgrad, sichere und erprobte Technik aus, im Vergleich mit Kohlekraftwerken fallen pro Jahr 2,5 Millionen Tonnen weniger Kohlendioxid an", so der Projektentwickler.

Bürger sind gegen Gaskraftwerk

Gegen den Bau des Kraftwerks hat sich in Wustermark eine Bürgerinitiative gegründet. Sie kritisiert unter anderem einen zu geringen Abstand der Anlage zu Wohnbereichen und sieht in dem Kraftwerk ein Sicherheitsrisiko. "Das Kraftwerk gehört nicht dahin, wo Leute wohnen", sagte Burkhard Ebeling von der Bürgerinitiative der Nachrichtenagentur dapd. Auf ihrer Internetseite fordert die Bürgerinitiative eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung.

Der Projektentwickler hat nach eigenen Aussagen bereits Untersuchungen durchgeführt. "Wir haben die Schadstoffbelastung in einem Umkreis von 23 mal 28 Kilometern untersuchen lassen. Sie ist unbedeutend gering", sagte Chef-Manager Siegmund. Lärmwerte würden nicht überschritten, Naturschutzgebiete nicht beeinträchtigt. Sein Unternehmen sei auch um einen ausreichenden Sichtschutz für die anliegenden Wohnbereiche bemüht.