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Prozess

Gericht entscheidet über Berechnung der Kosten von Gas- und Stromnetzen

Das Oberlandesgericht Düsseldorf verhandelt seit Donnerstag über die Berechnung von Kosten für Strom- und Gasnetze. An die 300 Gas- und Stromnetzbetreiber aus ganz Deutschland wehren sich gegen die von der Bundesnetzagentur ermittelte Berechnungsgrundlage. Ein Urteil wird für Donnerstag nicht erwartet.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Düsseldorf (dapd/red) - Ein Prozess um die Berechnung von Kosten für Strom- und Gasnetze hat am Donnerstag am Düsseldorfer Oberlandesgericht (OLG) begonnen. In dem Verfahren geht es um die Frage, inwieweit Netzbetreiber die Preis- und Lohnentwicklung bei den Produktionskosten ihrer Leitungen und Anlagen berücksichtigen und über die Stromversorger an die Endverbraucher weitergeben dürfen.

300 Gas- und Stromnetzbetreiber setzen sich zur Wehr

Gegen die von der Bundesnetzagentur ermittelte Berechnungsgrundlage wehren sich fast 300 Gas- und Stromnetzbetreiber aus dem ganzen Bundesgebiet. In 19 Pilot-Beschwerdeverfahren will der Dritte Kartellsenat des OLG klären, inwieweit die Festsetzungen der Preisindizes bis zum Jahr 2006 zutreffend sind.

Zum Prozessauftakt waren rund 60 Prozessbeteiligte geladen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin wird für Donnerstag noch kein Urteil erwartet.