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Umweltminister-Votum

Geschlossen gegen Fracking in Trinkwassergebieten

Die Umweltminister der Länder haben sich auf einer Konferenz in Schleswig für ein Verbot von Fracking in Trinkwassergebieten ausgesprochen. Die Minister befürchten durch das Verfahren zur Erdgasgewinnung eine nachteilige Veränderung der Umwelt und besonders des Wassers, wie Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU) sagte.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Schleswig (dapd/red) - Aktuell werde das Risikopotenzial der Methode geprüft, um basierend auf der Auswertung der Studien ein einheitliches Vorgehen der Länder zu regeln. Puttrich hatte den Bund aufgefordert, im Herbst eine Handlungsempfehlung für die Zulassungspraxis und die Rechtssetzung vorzulegen.

Was Fracking bedeutet

Beim Fracking werden mit Wasserdruck und Chemikalien Risse im tiefen Untergrund erzeugt, um das Fördern von Erdgas aus dichtem Gestein zu erleichtern. Unternehmen wie Exxon Mobil, die die Methode bereits nutzen, halten die Risiken für beherrschbar, sofern "bestimmte" Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Umweltschützer, aber auch Politiker sprechen sich jedoch vielfach gegen die umstrittene Methode aus, die mit giftigen Flüssigkeiten arbeitet.