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Uneinig

Gespräche zwischen E.ON und Gazprom gescheitert

Bis zum Wochenende hätten der russische Gasriese Gazprom und E.ON sich einigen müssen, wie viel die Gaslieferungen nach Deutschland künftig kosten sollen. Grund für die Verhandlungen sind die langfristigen Lieferverträge, durch die E.ON an die Russen gebunden ist.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

München (red) - Die E.ON-Tochter Ruhrgas wollte die Preise neu verhandeln. Da es keine Einigung gab, könnte jetzt ein internationales Schiedsgericht eingreifen, wie die Süddeutsche berichtet.

Die Verhandlungen sind deshalb nötig, weil durch das weltweite Überangebot die Gaspreise unter Druck geraten. Durch die Bindung an die Gaslieferungen aus Russland ist Ruhrgas daher in die Verlustzone geraten. Günstigere Preise der Lieferanten könnten das Blatt wenden, auch mit der norwegischen Statoil wird verhandelt.

Weder Gazprom noch E.ON wollten sich dazu äußern, wie es mit den Vertragsverhandlungen nun weitergeht. Gazprom sieht indes in Europa und speziell in Deutschland einen lohnenswerten Markt. Der Konzern will sich unter anderem am Bau mehrerer Gaskraftwerke beteiligen, auch mit E.ON sollen diesbezüglich Gespräche laufen.