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Bilanz

Gewinn bei Gazprom geht stark zurück

Die Ukraine-Krise schlägt sich mit einem erheblichen Gewinnrückgang in der Bilanz von Russlands größtem Gasförderer Gazprom nieder. Die unbezahlten Rechnungen der Ukraine und wohl auch höhere Steuerzahlungen machen dem Energieriesen zu schaffen. Der Umsatz des Unternehmens ist gestiegen.

Gazprom

Moskau (dpa/red) - Der Staatsmonopolist habe in den ersten sechs Monaten etwa 38 Prozent weniger erwirtschaftet als vor Jahresfrist, teilte das Unternehmen am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge mit. Der Überschuss betrug demnach 154,9 Milliarden Rubel (3,2 Mrd Euro).

Kiew bezahlte Gasschulden nicht

Hauptgrund des Rückgangs sei der Streit mit der Ukraine um unbezahlte Rechnungen, hieß es. Gazprom hatte die Lieferungen an die frühere Sowjetrepublik Mitte Juni eingestellt, nachdem die Regierung in Kiew ihre Gasschulden von mehr als fünf Milliarden US-Dollar (3,7 Milliarden Euro) nicht getilgt hatte. Analysten sprachen auch von deutlich höheren Steuerzahlungen, die Gazprom zuletzt leisten musste.

Der Umsatz sei um fast zehn Prozent auf 2,1 Billionen Rubel gestiegen, hieß es in dem Bericht, dem der russische Rechnungslegungsstandard (RAS) zugrunde liegt. Ursache dafür waren Wechselkursschwankungen sowie eine Rubel-Schwäche. Viele Gazprom-Kunden zahlen in Dollar. Der Vorsteuergewinn rutschte um 19 Prozent auf 282,5 Milliarden Rubel ab.

Quelle: DPA