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Datensammlung

Google-Autos spüren Methangas auf

Die Datenmassen, die für Google Maps gesammelt wurden, haben schon des Öfteren für Unmut seitens der Bevölkerung gesorgt. Nun startet der Internetriese mit einem neuen Projekt. Diesmal sammeln die technisch hoch ausgestatteten Autos von Google Daten, die der Umwelt und der Gesundheit von Nutzen sein könnten.

Google

Mountain View (red) – Für Googles Kartendienste sind zahlreiche Autos auf dem Globus unterwegs, die auf der ganzen Welt Fotografien anfertigen und andere Informationen sammeln. Zum Teil stand das Unternehmen wegen der massenhaften Sammlung von Daten auch schon in der Kritik, beispielsweise als - absichtlich oder unabsichtlich - WLAN-Daten abgefangen wurden. Derzeit sind die Street-View-Autos in einer neuen Mission unterwegs, die mit der Sammlung zusätzlicher Daten sogar Umwelt und Gesundheit zugute kommen könnte.

Sensor misst Methan-Konzentration

Denn die Autos von Google wurden mit einem besonderen Sensor ausgestattet, der die Konzentration von Methan in der Luft messen kann. Das gemeinsam mit einer Umweltbehörde initiierte Projekt soll Gas aufspüren, das etwa aus Lecks in älteren Leitungen austreten kann, so ein Bericht im GoogleWatchBlog.

Grenzwerte überschritten

Im schlimmsten Fall könnten zu hohe Konzentrationen zu Explosionen führen, was nicht nur finanzielle Verluste, sondern auch Verletzungen oder Todesfälle nach sich ziehen könnte. Besonders in Boston in den USA seien bereits viele Daten gesammelt worden: Unter der Stadt befänden sich Leitungen, die über 50 Jahre alt und noch nie einer Inspektion unterzogen worden seien. Mit den Google-Autos seien bereits Konzentrationen ermittelt worden, die den Grenzwert um das 1,7-fache übersteigen.