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10.01.2012, 12:21 Uhr

Gas-News

Immobilienbarometer

Heizwert eines Hauses wird für Käufer immer wichtiger

Eine aktuellen Umfrage zufolge beeinflusst der energetische Zustand einer Immobilie zunehmend die Entscheidung von Kaufinteressenten. 60 Prozent möchten eine moderne Heizungsanlage. Bei der Einschätzung des Objekts wird jedoch der Energieausweis oft als wenig hilfreich wahrgenommen.

Berlin/München (red) - Das ist das Ergebnis des Immobilienbarometers von Interhyp und ImmobilienScout24 von Ende November 2011, für das 1.896 Immobilienkäufer befragt wurden.

Die energetischen Eigenschaften einer Immobilie werden immer bedeutender für die Kaufentscheidung. Für mehr als ein Viertel der derzeitigen Interessenten einer Kaufimmobilie (26 Prozent) sind Bausubstanz und Heizungsanlage ebenso wichtig wie Preis, Lage oder Ausstattung des Objekts. Weitere 61 Prozent der befragten Käufer achten darauf, dass die energetischen Eigenschaften in einem vernünftigen Verhältnis zum Preis von Haus oder Wohnung stehen. Nur jedem Zehnten ist der energetische Zustand weniger wichtig und lediglich drei Prozent ist er gänzlich egal.

Energieausweis oft nur bedingt hilfreich

Heizung
Über 60 Prozent der potenziellen Hauskäufer wollen eine moderne Heizung.
(Foto/Abb.: emmi / Fotolia.com)
Für Laien ist es jedoch oft schwer, die Qualität von Heizungsanlage, Dämmung oder Verglasung einzuschätzen. Seit 2009 soll der Energieausweis, der beim Besitzer angefordert werden kann, für Klarheit sorgen. Doch nur wenige Immobilienkäufer fühlen sich durch ihn ausreichend informiert. Mehr als jeder fünfte Käufer attestiert dem Dokument keinerlei Hilfestellung bei der Prüfung der Energiebilanz der Immobilie. Etwa die Hälfte der aktuellen Immobilienkäufer (48 Prozent) schätzt den Energieausweis als nur bedingt nützlich ein.

Den Energieverbrauch des Hauses oder der Bewohner?

Im Hinblick auf die energetische Beschaffenheit ihres Wahlobjekts legen die Suchenden den größten Wert auf eine moderne Heizungsanlage (60 Prozent), eine gute Außenwand- und Dachdämmung (58 Prozent und 47 Prozent) und Fenster mit Mehrfachverglasung (57 Prozent). Dabei sind die Interessenten auch bereit, zusätzliches Geld in die Verbesserung des Energiezustands zu stecken: Mehr als die Hälfte der potenziellen Käufer rechnet mit Folgeinvestitionen und jeder zweite davon mit mehr als 20.000 Euro.

Die Umfrage mache deutlich, dass viele Käufer mit den Angaben im Energieausweis überhaupt nichts anfangen können, so die Initiatoren der Umfrage. Der Hauptgrund für die mangelnde Akzeptanz sei, dass der Ausweis häufig nur über den Energieverbrauch der vorherigen Bewohner, nicht jedoch über den tatsächlichen Energiezustand des Objekts informiere.

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