Startseite
Wie gewonnen, so zerronnen

Hohe Heizölpreise fressen Einsparungen beim Verbrauch auf

Eigentlich ist dieser bislang (zu) milde Winter aus Sicht der Verbraucher, die ein warmes Zuhause zu möglichst günstigen Konditionen wünschen, der beste seit langem: Man braucht deutlich weniger Brennstoff als in den Vorjahren. Doch die gestiegenen Heizölpreise fressen die Ersparnis direkt wieder auf. Gaskunden geht es besser.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Eschborn (red) - Verbraucher mit Gasheizung können von einem der mildesten Jahre seit Beginn der Wetterbeobachtung profitieren. Laut einer Prognose des Abrechnungsunternehmens Techem zahlen die Gaskunden für 2011 durchschnittlich 13 Prozent weniger als im Vorjahr.

Heizkosten werden teilweise trotzdem steigen

Anders sieht es bei den Kunden mit Öltank aus. Die im Schnitt um fast 25 Prozent gestiegenen Heizölpreise wirken sich trotz des milden Winters unterm Strich negativ aus. Verbraucher müssen hier sogar mit einer leichten Kostenzunahme von etwa zwei Prozent rechnen, obwohl weniger Brennstoff verheizt wurde als im Vorjahr.

Energieverbrauch um rund 18 Prozent zurückgegangen

Insgesamt ist der Energieverbrauch für Raumbeheizung im Abrechnungsjahr 2011 deutlich zurückgegangen. Laut Techem wurde 2011 in Deutschland durchschnittlich etwa 18 Prozent weniger Energie für das Heizen von Räumen verbraucht als im Vorjahr (bei gleichem Heizverhalten und ohne Veränderungen an Gebäuden und Anlagentechnik). Ob die Heizkosten auch entsprechend sinken, darf jedoch bezweifelt werden.

Prognose kann noch keine verbindlichen Aussagen treffen

Verbindliche Aussagen über den tatsächlichen Verbrauch und die angefallenen Kosten können jedoch erst nach Erstellung der Abrechnungen getroffen werden. Die Prognose basiert auf dem Vergleich von Gradtagszahlen der Jahre 2010 und 2011, die als Maßstab für den Temperaturverlauf in einer Periode dienen und einer Auswertung der Brennstoffpreise für Gas und Heizöl.