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Vorzeigebeispiele

Holstein will Biomasse auch für Wärmeversorgung einsetzen

In Schleswig-Holstein soll die Nutzung von Biomasse zunehmend auch für die Wärmeversorgung erschlossen werden. Mit der Umstellung auf Nahwärme aus Bioenergie leiste die Biomasse einen steigenden Beitrag zu Klimaschutz und Ressourcenschonung, sagte Umweltministerin Juliane Rumpf (CDU) am Montag.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Kiel (dapd/red) - Daher wolle sie möglichst viele Menschen zum Mitmachen bewegen. Vorzeigebeispiele seien die Biogasanlage Gönnebek (Kreis Segeberg) und Buchenhof Bioenergie in Klein Offenseth-Sparrieshoop (Kreis Pinneberg). Die beiden schleswig-holsteinischen Betriebe hatten es in das Sonderheft des Fachverbandes Biogas "Beste Beispiele aus der Praxis" geschafft.

Biomasse habe hohes energetisches Potenzial

Bereits im Dezember hatte Umweltministerin Rumpf festgestellt, dass das energetische Potenzial der Biomasse im Norden deutlich höher liege als ihr bisher angestrebter Versorgungsbeitrag am Endenergieverbrauch in Höhe von 14 Prozent. Vielmehr sei die Deckung eines Fünftels des Energiebedarfs durch Biomasse bis 2020 möglich.

Gülle und Stroh werden zunehmend berücksichtigt

Es sei genügend heimische Biomasse vorhanden, um dieses Ziel- und Ausbauszenario für Energie aus Biomasse zu erreichen. Bedingt durch Faktoren wie Wirtschaftlichkeit oder Akzeptanz werde das Potenzial bis 2020 vermutlich aber nur zu etwa 70 Prozent ausgeschöpft, obwohl eine konsequente Nutzung von Reststoffen, insbesondere Gülle und Stroh, einen höheren Anteil zuließe.