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Warnung

IEA mahnt mangelnde Gas-Investitionen an

Gas-Produzenten halten sich derzeit eher zurück, was Investitionen in Pipelines und Speicher angeht. Das sieht die Internationale Energieagentur im Hinblick auf die Anfälligkeit der Anlagen problematisch.

Erdgaspipline© Alexander Tarasov / Fotolia.com

Brüssel - Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor dem Hintergrund niedriger Preise vor mangelnden Investitionen in Gas-Leitungen oder Speicher. Die Anfälligkeit für technische Probleme oder Naturkatastrophen könne deswegen zunehmen, erklärte die IEA am Mittwoch in einem in Brüssel vorgestellten Bericht.

Flüssigerdgas hält Preise unter Druck

Vor allem durch eine zunehmende Produktion von Flüssigerdgas (LNG) in Australien und den USA dürften die Preise absehbar unter Druck bleiben. Produzenten wären daher derzeit geneigt, Kosten zu sparen und Investitionen in Anlagen und nötige Infrastruktur zurückzuhalten.

Bis 2021 könnten die USA und Australien zudem Katar als bislang weltgrößtem Exporteur von LNG Konkurrenz machen, hieß es weiter. Wegen sinkender Nachfrage etwa in Japan und Südkorea könnte es vor allem auf den europäischen Markt gelangen. Dieses bei niedrigen Temperaturen verflüssigte Erdgas wird mit Spezialschiffen transportiert und gilt als Alternative zum herkömmlichen Gastransport durch Pipelines.

IEA: Kooperation von Industrienationen

In der IEA haben sich eine Reihe von Industrienationen zusammengeschlossen. Die Agentur war ursprünglich als Gegengewicht zu den Öl-Fördernationen und dem Ölkartell Opec gegründet worden.

Quelle: DPA