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Notlage

In Athen bleiben viele Heizungen kalt

Die Ölheizung bleibt in diesem Winter in vielen griechischen Haushalten kalt. Ganze 44 Prozent der Häuser in der Hauptstadt-Region, die mit Öl heizen, werden momentan nicht beheizt, berichtet der Energiekonzern EPA. Hohe Arbeitslosigkeit, niedrige Gehälter und die dazu noch gestiegenen Preise sollen die Griechen zu den Sparmaßnahmen treiben.

Heizöl© Michael Möller / Fotolia.com

Athen (AFP/red) - Aus Kostengründen müssen in diesem Winter viele Athener ohne Heizungswärme auskommen. Wie der griechische Energieversorger EPA am Mittwoch mitteilte, wird in 44 Prozent der Häuser, die mit einer zentralen Ölheizung ausgestattet sind, momentan nicht geheizt. Im vergangenen Jahr seien es mit 33 Prozent noch deutlich weniger gewesen, sagte der EPA-Chef für die Hauptstadt-Region Attika, Christos Balaskas, der Nachrichtenagentur ANA. In dem städtischen Ballungsraum lebt rund ein Drittel aller Griechen.

Höchste Arbeitslosenquote

Als Grund nannte Balaskas die gestiegenen Preise für Heizöl und die gesunkenen Einkommen vieler Familien. Die Arbeitslosenquote in Griechenland liegt mit rund 28 Prozent höher als in allen anderen EU-Staaten. Mit Temperaturen von meist über 15 Grad Celsius war der Winter 2013/2014 bislang aber auch vergleichsweise mild.

Smogbelastung durch Brennholz

Als Folge der Wirtschaftskrise hatte Athen in diesem Winter auch mit einer ungewöhnlich hohen Smog-Belastung zu kämpfen. Weil immer mehr Griechen aufgrund schrumpfender Einkommen und der gestiegenen Heizöl-Steuer ihre Wohnungen mit Brennholz heizen, hatte Ende Dezember sogar das Umweltministerium Alarm geschlagen. Die Behörden forderten die Hauptstadtbewohner auf, weniger oft ihren Kamin zu nutzen.

Quelle: AFP