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Erhöhter Bedarf

In Süddeutschland wird das Erdgas knapp

In Süddeutschland wird einem Bericht der Tageszeitung "Welt" zufolge das Erdgas knapp. Vielerorts würden bereits Industriekunden aufgefordert, ihre Kessel abzustellen oder auf einen anderen Brennstoff umzustellen, berichtete die Zeitung am Donnerstag vorab aus ihrer Freitagsausgabe. Der russische Konzern Gazprom will die Liefermengen nicht erhöhen.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Berlin/Moskau (afp/red) - In einigen Gemeinden seien auch Bürger aufgefordert worden, ihre Heizungen zu drosseln. Grund sei möglicherweise der wegen der Kältewelle erhöhte Bedarf an Gas in Russland.

Gazprom will Lieferungen nicht erhöhen

Aktuell allerdings will Gazprom seine Lieferungen allerdings nicht erhöhen, obwohl mehrere Länder in der EU wegen der Kältewelle darum gebeten hatten. Vor wenigen Tagen erst hatte der Konzern dies unter Verweis auf den hohen Bedarf im Heimatland Russland abgelehnt. Anfang Februar hatte Gazprom die Gaslieferungen nach Europa sogar gedrosselt. Seit Beginn der Woche wurden nach Angaben der EU und des Konzerns aber wieder die vertraglich zugesicherten Mengen geliefert.

Am bayerischen Übergangspunkt Waidhaus kämen dennoch derzeit 25 bis 30 Prozent weniger Erdgas über Österreich an, sagte ein Sprecher des Pipeline-Betreibers Open Grid Europe der Zeitung. Zudem sei die Nachfrage hoch, und die Erdgasspeicher befänden sich vor allem in Norddeutschland. Das Problem seien vor allem überlastete Pipeline-Kapazitäten zwischen Nord- und Süddeutschland.