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Klimagipfel

Internes Papier: EU plant CO2-Minderung von 40 Prozent

Die Ziele zum Klimaschutz werden bei einem Treffen der europäischen Regierungschefs in zwei Wochen neu aufgerollt. Einem internen Papier zufolge soll dabei die Haltung der Kommission größtenteils bestätigt werden. Angeblich steht auch ein Fonds zur Debatte, der ärmere Staaten beim Klimakurs unterstützen soll.

CO2© designeo / Fotolia.com

Brüssel (dpa/red) - Die EU kommt langfristigen Zielen zum Klimaschutz ein Stück näher. Wie ein internes EU-Papier zeigt, wollen Europas Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in gut zwei Wochen die Haltung der EU-Kommission zum Klimakurs im Wesentlichen bestätigen. Das Papier liegt dem Informationsdienst dpa Insight EU seit Mittwoch vor.

Demnach soll die EU Einsparungen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) um 40 Prozent bis 2030 anpeilen. Für den Ausbau der Ökoenergien ist ein Ziel von 27 Prozent vom Energiemix vorgesehen, die Energieeffizienz soll um 30 Prozent verbessert werden. Diese Werte hatte die EU-Kommission im Januar und Juli vorgeschlagen.

EU-Fonds zur Entlastung einiger Staaten

Entschieden ist noch nichts, bis zum Gipfel am 23. und 24. Oktober werden Vertreter der EU-Staaten noch intern beraten. Strittig ist die Frage, inwiefern die Klimaziele Pflicht sein sollen. Diese Frage klammert das Papier aus. Deutschland ist für relativ ambitionierte Pflichten, Polen ist dagegen. Ein polnischer Diplomat sagte, man sei in Brüssel noch längst nicht auf einem Nenner. Sein Land pocht auf Entlastungen. Teil der Entlastungspläne ist nach dem internen Papier ein geplanter EU-Fonds, der sich aus Einnahmen des Emissionshandels speist und der ärmere Staaten auf ihrem Klimakurs unterstützen soll.

Quelle: DPA