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Kompromiss

Israel will 40 Prozent seiner Gasförderung exportieren

Die israelische Regierung hat sich nach langen Diskussionen für den Export von jüngst vor den Küsten entdeckten Erdgasvorkommen entschieden, diesen aber auf 40 Prozent der Fördermengen begrenzt. Israel selbst werde 60 Prozent der Erdgasförderung behalten, was den Bedarf des Landes für die nächsten 25 Jahre sichere.

Gasherd© Afunbags / Fotolia.com

Jerusalem (AFP/red) - Das sagte Regierungschef Benjamin Netanjahu vergangenen Mittwoch. Nach Angaben Netanjahus fließen dem israelischen Staat in den nächsten 20 Jahren aus diesen Gasexporten rund 60 Milliarden Dollar (etwa 45 Milliarden Euro) an Einnahmen zu.

Beschränkung der Exporte empfohlen

Eine von der Regierung berufene Kommission hatte im letzten Jahr empfohlen, die Gasexporte auf 500 Milliarden Kubikmeter zu begrenzen. Aktuell werden die großen Gasreserven in den israelischen Küstengewässern des Mittelmeers, die erst in den letzten Jahren entdeckt wurden und deren Ausbeutung erst dieses Jahr begonnen hatte, auf rund 850 Milliarden Kubikmeter geschätzt.

Warum die Exportfrage so umstritten war

Die Exportfrage war heftig umstritten, weil Opposition, Gewerkschaften und Umweltverbände darauf drangen, die preiswerteren und im Vergleich zu Öl und Kohle relativ umweltfreundlicheren Gasvorkommen vor allem im eigenen Land als Energiequelle zu nutzen. Der nun gefundene Kompromiss soll am Sonntag vom Kabinett formell beschlossen werden.

Quelle: AFP