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"Gasfeldpuzzle"

Karte soll Gasvorkommen unter Gorleben belegen

Eine neu aufgetauchte geologische Karte bestätigt nach Ansicht von Atomkraftgegnern die Existenz von Gasvorkommen unter dem Salzstock Gorleben. Dem Dokument zufolge, das nur auf Drängen der Linken herausgegeben wurde, seien DDR-Geologen bei Bohrungen rund 3.200 Meter unter der Elbe auf ein Gasfeld gestoßen.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Gorleben (dapd/red) - Das sagte am vergangenen Donnerstag die Bundestagsabgeordnete der Linken, Johanna Voß. Das Gasfeld liege direkt unter dem Bereich des Salzstocks, der seit Jahren für eine Endlagerung von Atommüll erkundet werde.

Karte habe zunächst gefehlt

Voß sagte, die Karte habe in den Akten des Gorleben-Untersuchungsausschusses zu den Gasbohrungen zunächst gefehlt und sei dem Gremium erst auf Drängen der Linken von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe ausgehändigt worden.

Trumpfkarte für Gorleben-Gegner?

Aus Sicht der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg ist das "Gasfeldpuzzle" in Gorleben nun geschlossen. Die Karte könne sich "sich noch als Trumpf erweisen, falls Gorleben nicht als Endlagerstandort aufgegeben wird", sagte der BI-Vorsitzende Martin Donat.