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Absicherung

Kiew: Gasfluss soll von EU geprüft werden

Um die Gaslieferungen nach Europa zu prüfen, wurden europäische Beobachter in die Ukraine eingeladen. Die sollen bestätigen, dass die Lieferungen, die ihren Weg über die Ukraine nehmen müssen, auch vollständig an ihr Ziel gelangen. Energieminister Juri Prodan will sich so gegen Beschwerden aus Moskau absichern.

Erdgaspipline© Alexander Tarasov / Fotolia.com

Brüssel (AFP/red) - Im Gasstreit mit Russland hat die Ukraine europäische Beobachter eingeladen, um die russischen Gaslieferungen in die EU zu überprüfen. "Ich hätte gerne europäische Gas-Experten, so dass wir keine Beschwerden aus Russland haben, dass wir Gas wegnehmen", sagte Energieminister Juri Prodan am Mittwoch in Brüssel.

Gas wird unberührt weitergeleitet

Prodan bekräftigte nach dem Gespräch mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger, dass trotz des Stopps russischer Gaslieferungen an die Ukraine sein Land das für die EU bestimmte Gas aus Russland nicht selbst verbrauche, sondern weiterleite. "Der volle Gasfluss geht nach Europa", sagte er. Auch Oettinger bestätigte, dass es derzeit keine Probleme gebe. Die Ukraine und ihr Gasversorger Naftogaz garantierten 100 Prozent des vom russischen Gazprom-Konzern in die Leitungen gepumpten Gases.

Mindestfüllhöhe für die Durchleitung

Wegen ausstehender Zahlungen und Streits über den künftigen Gaspreis, aber auch vor dem Hintergrund des Konflikts um die Ostukraine hatte Russland der Ukraine Anfang vergangener Woche den Gashahn zugedreht. Ausgenommen sind die Lieferungen über die Ukraine nach Westeuropa. Dennoch drohen auch so Engpässe für den Westen, weil die ukrainischen Speicher für die Durchleitung des Gases eine bestimmte Füllhöhe haben müssen. Oettinger und Prodan bekräftigten auch deshalb am Mittwoch ihre Bereitschaft zu weiteren gemeinsamen Gesprächen mit Russland.

Quelle: AFP