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Erneuerbare 2013

Klärgas brachte 1.291 Gigawattstunden Strom

Der aus Klärgas gewonnene Strom hat im Vergleich zum Vorjahr wieder zugenommen. Mit den 2013 erzeugten Kilowattstunden könnte man laut Statistischem Bundesamt eine Großstadt ein gesamtes Jahr lang mit Strom versorgen. Bisher sind es verhältnismäßig wenige Kläranlagen, die Klärgas produzieren.

Biogasanlage© LianeM / Fotolia.com

Wiesbaden (red) – Im Jahr 2013 wurden in Deutschland 1.291 Gigawattstunden Strom aus Klärgas in Kläranlagen erzeugt. Gegenüber 2012 war das ein Plus von 3,3 Prozent. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, könnte mit dieser Strommenge bei einem durchschnittlichen Pro-Kopf-Stromverbrauch von rund 1.800 Kilowattstunden eine Großstadt wie Frankfurt am Main ein Jahr lang mit Strom versorgt werden. Gemessen an der gesamten Strombereitstellung aus erneuerbaren Energien im Jahr 2013 hatte das Klärgas aber nur einen sehr geringen Anteil von rund einem Prozent.

Über 10.000 Kläranlagen in Deutschland

Insgesamt wurden im Jahr 2013 in Kläranlagen rund 20.612 Terajoule Klärgas gewonnen, 0,7 Prozent mehr als 2012. In Deutschland gibt es über 10.000 Kläranlagen, jedoch wird nur in 1.240 Kläranlagen im Rahmen der Klärschlammfaulung Klärgas gewonnen. Der überwiegende Teil des gewonnenen Klärgases (90,3 Prozent) wird in diesen Kläranlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt.