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Mitteldeutschland

Konzern will mit Schallwellen nach Erdgas suchen

Der amerikanisch-kanadische Konzern BNK Petroleum will in Mitteldeutschland mittels Schallwellen nach Erdgas suchen. Wenn alles glatt läuft, plant das Unternehmen eigenen Angaben zufolge im Jahr 2017 das erste Erdgas zu fördern, das bisher in Schiefergesteinsschichten eingeschlossen ist.

Gasflamme© klikk / Fotolia.com

Halle (dapd/red) - Klaus Angerer, Geschäftsführer der BNK Deutschland GmbH sagte bei MDR INFO: "Im Rahmen der Erkundung in Thüringen und Sachsen-Anhalt werden wir demnächst die Durchführung seismischer Messungen bei den Behörden beantragen." Dabei werde der Untergrund mit Schallwellen untersucht. "Diese Untersuchungen und weitere Erkundungsbohrungen lassen dann Rückschlüsse zu, ob das Gas auch wirtschaftlich förderbar ist. Damit könnte dann ab 2017 begonnen werden", sagte Angerer. Die geologischen Daten ließen großes Potenzial erkennen.

Über Fracking ist noch nicht entschieden

Erst die Erkundungen zeigen Angerer zufolge, ob bei der Erdgas-Förderung das sogenannte Fracking-Verfahren zum Einsatz kommen müsse. In Sachsen-Anhalt muss BNK die Erkundungen und auch das Fracking beim zuständigen Landesamt für Geologie und Bergwesen beantragen. Bodo-Carlo Ehling, Leiter der Abteilung Geologie, sagte bei MDR INFO: "Ich geh davon aus, dass es im Jahr 2014 sein kann, dass das Unternehmen diesen Antrag einreicht." Alle betroffenen Behörden würden dann einbezogen. "Falls es zu einer Antragsstellung kommt, werden wir das kritisch prüfen", sagte Ehling.

In Thüringen will BNK zum Beispiel in den Gebieten um Sömmerda und Bad Langensalza nach Erdgas suchen. In Sachsen-Anhalt geht es um die Region nördlich des Harz.