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Kaltreserve

Kraftwerksreserve für den Winter bleibt konstant

Für den kommenden Winter rechnet die Netzagentur nicht mit einem höheren Bedarf an Reservekraftwerken. Wie im Vorjahr werde eine konventionelle Erzeugung von rund 2 500 Megawatt vorgehalten, um ein stabiles Netz zu garantieren, teilte die Behörde unter Berufung auf Analysen der Netzbetreiber mit.

CO2-Ausstoß© Schroptschop / Fotolia.com

Bonn (AFP/dpa/red) - Insgesamt müssten Reservekapazitäten im Umfang von 2540 Megawatt als so genannte Kaltreserve zur Verfügung stehen. Das entspricht der Produktion von zwei großen Atomkraftwerken. Durch bereits bestehende Verträge seien vier Fünftel hiervon schon gesichert.

Schwankungen im Netz ausgleichen

Die konventionellen Reservekraftwerke werden benötigt, um Schwankungen in der Stromerzeugung durch den Ausbau der Energieerzeugung mit enerneuerbaren Quellen auszugleichen. Für die Bedarfsanalyse hätten die Netzbetreiber zwei Szenarien durchgerechnet, teilte die Netzagentur mit. Analysiert wurde demnach die Situation in den Stromnetzen insbesondere unter der Annahme, dass extrem viel und extrem wenig Windenergie in die Netze eingespeist wird.

Ab Oktober starten Verhandlungen

Bis zum 1. Oktober könnten Kraftwerksbetreiber nun ihr Interesse bekunden, wenn sie stillgelegte konventionelle Kraftwerke zur Verfügung stellen wollten, teilte die Netzagentur mit. Danach werde es Vertragsverhandlungen geben.

Quelle: AFP