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Methangas

Kühe pupsen Dach in die Luft

In Rasdorf wäre beinahe ein Kuhstall explodiert. Dort kam es durch die Ausdünstungen der Kühe zu einer Stichflamme, die das Dach des Stalls beschädigte. Die Tiere sollen weltweit soviel Methan produzieren, dass sie einen großen Teil zum Klimawandel beitragen.

Windmühle© Peter Wollinga / Fotolia.com

Rasdorf (red) – In einem hessischen Kuhstall kam es fast zu einer unerwarteten Explosion durch Methan. Ursache waren die Blähungen der Tiere in dem Stall. 90 Milchkühe hatten durch ihre Körperausdünstungen für eine Ansammlung an Methangas gesorgt. Das Gas entzündete sich und ging in einer Stichflamme auf, berichtet stern.de. Dabei wurde das Dach beschädigt, eine Kuh kam mit leichten Verbrennungen davon. Zu der Entzündung soll es durch eine statische Entladung an einer Massage-Maschine im Stall gekommen sein.

Die Kuh als Klimakiller?

Über vier Mägen wird bei einem Rind die Nahrung von verschiedensten Bakterien verdaut. Dabei werden zwischen 100 und 200 Liter Methan am Tag produziert. Der Einfluss des Methangases auf den Klimawandel soll 23-mal stärker sein als der des Kohlendioxids. "Eine Kuh ist damit in etwa genauso schädlich wie ein Auto", so das Nachrichtenportal. Dort ist auch von einer Studie die Rede, in der versucht wurde, die Körperausdünstungen durch die Fütterung von Knoblauch zu unterbinden. Weltweit gibt es etwa 1,5 Milliarden Kühe. Deren Beitrag zum Klimawandel bleibt in der Wissenschaft sowie in der öffentlichen Debatte nach wie vor umstritten.