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Urteil

Kunde muss höheren Gaspreis nicht immer hinnehmen

Dieses Urteil wurde am Montag bekannt und dürfte Verbraucher freuen: Klärt ein Gasanbieter seine Kunden nur unzureichend über deren Kündigungsrecht bei Preiserhöhungen auf, müssen diese die höheren Gebühren nicht zahlen. Hintergrund ist eine europarechtliche Vorgabe.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Das entschied der 2. Kartellsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf in einem am Montag bekannt gewordenen Urteil. Eine Kundin eines Gasversorgers in Viersen hatte den höheren Gaspreis nicht gezahlt und war daraufhin vom Unternehmen auf die Zahlung von 5.000 Euro verklagt worden.

Höherer Gaspreis zieht Kündigungsrecht nach sich

Die Richter entschieden für die Frau. Gemäß europarechtlicher Vorgaben müssten Kunden bei Preiserhöhungen auf ihr Kündigungsrecht hingewiesen und die Gebührenerhöhung zudem rechtzeitig bekanntgegeben werden. Das sei jedoch nicht der Fall gewesen. Eine Revision zum Bundesgerichtshof ist möglich.