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Zuverlässig

Kunden waren 2011 zwei Minuten ohne Gas

Die Zuverlässigkeit der deutschen Gasversorgung war auch im vergangenen Jahr hoch, so die Bundesnetzagentur in einer Pressemitteilung. Die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung, der sogenannte SAIDI-Wert, liegt für das Jahr 2011 bei 1,993 Minuten. Das heißt, die Gasversorgung war bei jedem Letztverbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich knapp zwei Minuten unterbrochen.

Gasflamme© ArtmannWitte / Fotolia.com

Bonn (red) - "Die Auswertung der Berichte der Gasnetzbetreiber zur Versorgungsqualität bestätigt die hohe Zuverlässigkeit der Gasversorgung in Deutschland. Mit einem SAIDI-Wert von knapp zwei Minuten nimmt Deutschland im internationalen Vergleich einen Spitzenwert ein", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Ein leistungsfähiges und gut gewartetes Erdgasnetz hat auch im Rahmen der Energiewende einen hohen Stellenwert. Bei Einführung der Anreizregulierung 2009 wurde vielfach darüber spekuliert, ob es zu einer qualitativen Verschlechterung der Gasversorgungsnetze kommen wird. Der Vergleich der Daten der letzten Jahre zeigt, dass dieser Effekt nicht eingetreten ist", so Homann.

So wird der SAIDI-Wert berechnet

Die Gasnetzbetreiber müssen der Bundesnetzagentur bis zum 30. April eines jeden Jahres einen Bericht über alle in ihrem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen vorlegen. Die Bundesnetzagentur ermittelt aus diesen Meldungen den sog. SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index). Diese Kenngröße gibt die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung in Minuten je angeschlossenem Letztverbraucher an. Beim SAIDI-Wert werden weder geplante Unterbrechungen noch Unterbrechungen aufgrund höherer Gewalt, wie etwa Naturkatastrophen, berücksichtigt. In die Berechnung fließen nur ungeplante Unterbrechungen ein, die auf Einwirkungen Dritter, auf Rückwirkungen aus anderen Netzen oder auf andere Störungen im Bereich des Netzbetreibers zurückzuführen sind.