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Prognose

Kurth: Richtige Bewährungsprobe des Netzes kommt noch

Der ehemalige Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, mahnt angesichts eines drohenden Stromengpasses ein schnelleres Handeln der Politik an. "Es könnte sehr eng werden", sagte Kurth am Dienstagabend im ZDF-"heute journal". Neuinvestitionen, etwa in Gaskraftwerke, seien dringend notwendig.

Gaskosten© Jaap2 / iStockphoto.com

Mainz (dapd/red) - Momentan werde von den neun verbliebenen Atomkraftwerken in Deutschland noch ein Sechstel des Stroms produziert, daher gelte: "Die eigentliche Bewährungsprobe wird erst in den nächsten Jahren kommen, wenn auch diese Kernkraftwerke vom Netz gehen."

Gaskraftwerke könnten sinnvoll sein

Insbesondere im Süden Deutschlands werde dann Ersatz benötigt, "das können zum Beispiel auch moderne Gaskraftwerke sein. Aber im Moment haben wir eine Situation, dass leider keine neuen Bauentscheidungen fallen." Da es sechs bis sieben Jahre dauere bis neue Anlagen in Betrieb gehen, müssten "in den nächsten zwei Jahren klare Planungs- und Rahmenbedingungen auch für Neuinvestitionen etwa für Gaskraftwerke gesetzt werden."