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Moratorium

Landesregierung stoppt Erdgas-Probebohrungen in NRW

Die NRW-Landesregierung hat die umstrittenen Erdgas-Probebohrungen im Land vorerst gestoppt. Man habe sich mit dem Konzern ExxonMobil darauf geeinigt, die Erkundungsarbeiten bis zum Jahresende auszusetzen und zunächst die Ergebnisse eines wasserrechtlichen Gutachtens abzuwarten.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Das sagte sagte eine Sprecherin des NRW-Wirtschaftsministeriums am Freitag. Sie bestätigte damit einen Bericht der Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Samstagausgabe) in Essen. Exxon wollte in den kommenden Monaten drei Erdgas Probebohrungen im Münsterland durchführen.

Laut Wirtschaftsministerium sollen die Erkundungsarbeiten erst dann wieder aufgenommen werden, wenn das Gutachten vorliegt. Darin sollen "einheitliche Beurteilungskriterien für die Fracking-Maßnahmen, aber auch für die Genehmigung von Probebohrungen entwickelt werden", sagte die Sprecherin den WAZ-Zeitungen. Das Gutachten soll im Juni gemeinsam mit dem Umweltministerium in Auftrag gegeben werden.

Mit dem Stopp reagiert die Landesregierung auf die anhaltenden Proteste der Bevölkerung. Die Kritik der Anwohner richtet sich gegen die möglicherweise bei der Förderung angewandte Fracking-Bohrmethode. Dabei wird ein Chemikalien-Sand-Wasser-Gemisch in den Boden gepresst, um die Gesteine aufzubrechen. Zuletzt hatten die Wasserversorger an der Ruhr einen sofortigen Stopp der Erdgas Erkundung gefordert. Sie befürchten bei einer späteren Förderung der Gasvorkommen eine Verunreinigung des Trinkwassers.