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Prognose

Leichter Preisanstieg bei Gas zu erwarten

Sowohl beim Strom- als auch beim Gaspreis ist ein stetiger Aufwärtstrend zu beobachten. Wie aber setzen sich die Preise überhaupt zusammen und warum kommt es vor allem bei den Gasanbietern zu den sehr unterschiedlichen Tarifen?

Gaskosten© Kautz15 / Fotolia.com

Heidelberg (red) - Der durchschnittliche Gaspreis ist im Jahr 2013 nur leicht angestiegen. Der Verbraucherpreisindex für Gas von Verivox weist im Januar 2014 für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gesamtkosten von 1.308 Euro aus. Im Dezember 2012 lag dieser Wert bei 1.303 Euro – der leichte Preisanstieg liegt damit unter einem Prozent.

Der Stillstand bei den Gaskosten ist in erster Linie dem weltweiten Überangebot von Erdgas geschuldet. In den USA hat der Boom unkonventioneller Gasförderung ("Fracking") für eine Angebotsschwemme gesorgt, welche die globalen Handelswege von Erdgas verschoben hat. Aufgrund dieser Situation sind auch für das Jahr 2014 keine starken Preisbewegungen im Bereich Gas zu erwarten.

Nutzungsentgelte beim Gas

Die Netzgebühren für Gasleitungen und -zähler unterscheiden sich ebenfalls regional und werden von der Bundesnetzagentur reguliert. Zum Jahreswechsel 2013/2014 sind die Netzgebühren im haushaltsgewichteten Bundesdurchschnitt um ein Prozent angestiegen. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich zum Jahreswechsel 2014/2015 ebenfalls fortsetzen.

Anbieterwechsel spart bis zu 350 Euro

Zwischen den einzelnen Gasanbietern gibt es deutliche Preisunterschiede. Die durchschnittlichen Preise der örtlichen Grundversorger für 20.000 kWh Gas liegen derzeit bei 1.412 Euro. Das günstigste verfügbare Angebot beträgt durchschnittlich 1.062 Euro. Durch den Wechsel können so durchschnittlich 350 Euro eingespart werden. Ein Grund für die Preisunterschiede ist, dass die Anbieter ihr Gas zu unterschiedlichen Konditionen an verschiedenen Handelsplätzen einkaufen. Zusätzlich liegt der Anteil von Steuern und Abgaben bei Erdgas bei rund 25 Prozent. Im Vergleich zum Bereich Strom können die Gasversorger einen sehr viel größeren Teil des Endpreises beeinflussen. Es lohnt folglich, einen Vergleich mit dem Gasrechner zu unternehmen, um einen günstigen Anbieter zu finden.

Die Strompreisentwicklung für 2014

Rund ein Drittel der Grundversorger haben beim Strom Preiserhöhungen von durchschnittlich drei Prozent angekündigt. Der Strompreis setzt sich aus drei Kostenblöcken zusammen: Steuern und Abgaben machen mit 51 Prozent mehr als die Hälfte des Strompreises aus. Auf die Netzgebühren entfallen rund 22 Prozent. Die restlichen 27 Prozent des Strompreises teilen sich auf in Beschaffung, Vertrieb und Marge. Als Grund für die Preiserhöhungen wird häufig der Anstieg der EEG-Umlage von 5,277 Cent im Jahr 2013 auf 6,24 Cent im Jahr 2014 angegeben.