Der kommunale Energieversorger Mainova hat für März eine Erhöhung seiner Strom- und Gaspreise angekündigt. Als Gründe für die Preiserhöhungen gibt Mainova höhere Netzentgelte und Beschaffungskosten an. Hinzu kämen seit 1. Januar eine neue staatliche Umlage zulasten von Privat- und Kleingewerbekunden und die steigende EEG-Umlage.
Frankfurt/Main (dapd-hes/red) - Ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 2.500 Kilowattstunden (kWh) müsse für 2012 mit Stromkosten von 687,55 statt wie bisher 645,40 Euro rechnen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Frankfurt mit. Das entspreche einer Steigerung um 6,53 Prozent.
Die Gaspreise steigen demnach bei Kunden mit einem Jahresverbrauch von 7.000 kWh um monatlich 1,51 Euro oder drei Prozent. Bei Kunden mit einem Bedarf von 20.000 kWh mache die Steigerung 4,31 Euro im Monat oder 3,4 Prozent aus.
Zum Dezember und Januar haben 62 Stromanbieter Preiserhöhungen von durchschnittlich drei Prozent angekündigt. Im Gasbereich haben 53 Versorger Preiserhöhungen von rund acht Prozent bekannt gegeben, wie das Verbraucherportal Verivox berichtet. Beim Strom sind höhere Einkaufspreise und höhere Netzentgelte Gründe für den Preisanstieg.
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) rechnet damit, dass es durch die Öffnung der Ostseepipeline zu einer Senkung des Gaspreises kommen könnte. Das sagte vzbv-Energieexperte Holger Krawinkel der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe). Die Wirkung wird aber noch auf sich warten lassen.
Pünktlich zum Beginn der Heizsaison erhöhen über 200 weitere Gasversorger ihre Preise: Fast zehn Millionen Haushalte müssen ab Herbst mehr fürs Heizen oder Kochen zahlen, wie das Verbraucherportal Verivox am Donnerstag in Heidelberg mitteilte.
Der Strom- und Gasanbieter Entega erhöht zum 1. November 2001 die Gaspreise. Grund dafür seien die gestiegenen Beschaffungskosten. Mehrere Tarife werden um rund sieben Prozent teurer. Gleichzeitig erhalten die Kunden ein Angebot für einen neuen, klimaneutralen Erdgastarif mit einer Preisstabilitätsgarantie bis 2013.
Der Gasanbieter Goldgas erweitert sein Geschäft um Stromtarife. Diese werden unter dem Namen Goldstrom angeboten und sollen vor allem für Transparenz stehen. Kunden haben die Wahl zwischen dem Basistarif goldstrom direkt und einem "grünstrom" genannten Produkt, das aber keinen Ökostrom beinhaltet.