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Gebäudesanierung

Mehr Geld für energetische Sanierungen gefordert

Die neu gegründete "Allianz für Gebäude-Energie-Effizenz" fordert eine stärkere staatliche Förderung der energetischen Sanierung älterer Bauten. Bis zu 20 Prozent Gas und Öl könne man so in zehn Jahren einsparen. Die Allianz fordert eine Erhöhung der Förderung von zwei auf fünf Milliarden Euro im Jahr.

Gas-Preisvergleich© by-studio / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Nur so sei die geplante Energiewende möglich, sagten Vertreter von Handwerk, Industrie und Forschung bei der Vorstellung des Bündnisses am Montag in Berlin. "Die Bundesregierung vernachlässigt die Förderung im Bereich Gebäudesanierung sträflich", kritisierte Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena).

Kühlen und Heizen verbrauchen 40 Prozent der Energie

Vierzig Prozent des gesamten deutschen Energieverbrauchs verursacht nach Aussage von Kohler das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Dabei könne man, indem man Bauten energieeffizent saniere, in den nächsten zehn Jahren bis zu 20 Prozent Erdgas und Heizöl sparen. Das entspräche in etwa zwei Drittel der in deutschen Kernkraftwerken erzeugten Strommenge.

Deutliche Erhöhung der Gelder gefordert

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse jedoch die Bundesregierung die Förderung bei der Gebäudesanierung bis 2020 schrittweise von kurzfristig zwei auf fünf Milliarden Euro pro Jahr erhöhen. Vor allem müssten den Eigentümern finanzielle Anreize zur Sanierung gesetzt werden. Die Allianz wolle dazu durch einen vereinheitlichten und vereinfachten Energieausweis beitragen und die Qualifizierung von Bauexperten vorantreiben. Derzeit gebe es bereits rund 30.000 zertifizierte Gebäudeenergieberater.

Die Allianz setzt sich aus der Deutschen Energie-Agentur (dena), dem Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) und dem Gesamtverband Dämmstoffindustrie (GDI) zusammen.