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Staatskonzern

Mexiko entdeckt große Gas- und Ölvorkommen

Für den mexikanischen Staatskonzern Pemex stehen nicht nur wegen der Öffnung des Energiemarktes gegenüber ausländischen Firmen große Veränderungen an. Im Südosten des Landes kam nun ein für den Konzern erfreulicher Fund zum Vorschein. Dort lagern große Mengen an Gas und Öl.

Mexiko

Guadalajara (dpa/red) - Der mexikanische Ölkonzern Pemex hat im Südosten des Landes große neue Reserven entdeckt. Vor der Küste der Bundesstaaten Tabasco und Campeche im Golf von Mexiko könnten täglich mindestens 200.000 Barrel (je 159 Liter) Öl und 4,8 Millionen Kubikmeter Gas gefördert werden, sagte Generaldirektor Emilio Lozoya am Mittwochabend (Ortszeit) auf einer Industrietagung in Guadalajara.

30 Prozent der Staatseinnahmen kommen von Pemex

Der wichtigste Fund seit fünf Jahren könnte Pemex ein wenig Erleichterung verschaffen. Der Staatskonzern steht erheblich unter Druck. Die tägliche Ölproduktion fiel seit der Rekordmarke von 3,4 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2004 auf zuletzt 2,3 Millionen Barrel. Dabei ist Pemex für etwa 30 Prozent der mexikanischen Staatseinnahmen verantwortlich.

Der niedrige Ölpreis, hohe Pensionsverpflichtungen und seine bisherige Monopolstellung hatten Pemex nach Einschätzung von Experten zuletzt die Luft abgeschnürt. Das Unternehmen versäumte es lange, in moderne Technik und Know-how zu investieren. Die jüngste Energiereform soll nun zum Befreiungsschlag für Pemex werden.

Reform des mexikanischen Energiemarktes

Mexiko hat seinen bislang streng regulierten Energiemarkt für ausländische Privatfirmen geöffnet. Derzeit werden eine Reihe von Förderprojekten weltweit ausgeschrieben. Pemex will über Joint Ventures mit Spezialfirmen schwierige Reserven beispielsweise in der Tiefsee erschließen.

Für Pemex bietet die Reform eine Chance, sich von weniger rentablen Teilen in der Produktionskette zu trennen und auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. "Wir haben von Grund auf die strategischen Ziele der Firma neu definiert", sagte Lozoya. Die neuen Funde im Golf von Mexiko seien ein erstes Resultat der Reform.

Quelle: DPA