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Millionenbetrug mit Heizkraftwerken kommt vor Gericht

Der Millionenbetrug beim Vertrieb von Blockheizkraftwerken durch die Nürnberger GFE-Gruppe wird vom 24. September an vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth verhandelt. Dabei geht es um ein Betrugssystem mit der Pacht von Heizkraftwerken, welches den Käufern eine hohe Rendite versprach. Es ist jedoch nie auch nur eines dieser Kraftwerke gebaut worden.

Blockheizkraftwerk© Tom Hanisch / Fotolia.com

Nürnberg (dapd/red) - Den Angeklagten, 13 Männern und einer Frau, wird vorgeworfen, zwischen Ende 2009 und November 2010 mit Rapsöl betriebene Heizkraftwerke mit einem angeblichen "Energy Saving System" an 1.417 Kunden verkauft zu haben, um sie von ihnen zu pachten. Durch den Pachtzins sollten die Käufer 20 Jahre lang eine Rendite von bis zu 30 Prozent erzielen.

62 Millionen Euro ergaunert?

Tatsächlich wurde aber nicht einmal ein Prototyp eines solchen Kraftwerkes gebaut. Die eingesammelten Gelder in Höhe von rund 62 Millionen Euro sollen die Angeklagten in die eigene Tasche gesteckt haben. Für den Prozess sind nach Angaben einer Justizsprecherin vom Montag bis zum 18. Januar 2013 insgesamt 28 Verhandlungstage angesetzt, an denen 16 Zeugen und ein Sachverständiger gehört werden sollen.