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Moskau: EU-Politik ist für Gasanbieter diskriminierend

Kremlchef Wladimir Putin hat von der Europäischen Union mehr Rücksicht auf die Interessen von Energielieferanten wie Russland gefordert. Die von der EU festgelegte Trennung von Erzeugung und Vertrieb von Gas sei diskriminierend, kritisierte Putin am Montag bei einem Treffen der größten Gas exportierenden Länder in Moskau.

Russland© Kristina Afanasyeva / Fotolia.com

Moskau (dpa/red) - "Ich rufe Sie alle auf, gemeinsam dem unrechtmäßigen Druck des dritten EU-Energiepakets entgegenzustehen", sagte der russische Präsident der Agentur Interfax zufolge. Zu dem zweitägigen Treffen waren unter anderem Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sowie Evo Morales aus Bolivien und der Iraner Mahmud Ahmadinedschad angereist.

Keine Entkopplung vom Ölpreis gewünscht

Putin sprach sich auch dagegen aus, die Vertragspreise für Gas von den Weltmarktpreisen für Öl und Ölprodukten abzukoppeln. "Hier wird versucht, den Exporteuren unannehmbare wirtschaftliche Bedingungen zu diktieren." Dies gefährde die Energiesicherheit.

Wer zum Forum Gas noch dazu gehört

Das Forum Gas exportierender Länder war 2008 in Moskau gegründet worden. Dem eher locker organisierten Bündnis gehören unter anderem auch Libyen, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate an.

Quelle: DPA